Die Materialseilbahn auf den Maisäß Netza besteht seit 1998. Im Jahr 2009 wurde die Anlage für den Werksverkehr (d.h. Personentransport) umgebaut. Eine Bedingung für die Zulassung ist der Bergeplan, welcher im Fall eines technischen Gebrechens die ordnungsgemäße Bergung von Personen sicherstellt. Diesen Ernstfall haben wir am Sonntag den 19.06 geübt.
Übungsannahme war der Stillstand der Seilbahn mit 2 Personen in der Kabine. Die Mannschaft rückte mit der Gebirgstrage ins Gelände vor bis wir unter der Kabine angekommen waren.
Dann sind wir nach folgendem, geplanten Ablauf vorgegangen:
1) Die Personen in der Kabine lassen ein Seil zu Boden (das Seil ist fix in der Kabine vorinstalliert).
2) Ein Retter steigt über das Seil zur Kabine auf.
3) Der Retter seilt die Personen ab und die Bodenmannschaft übernimmt die Personen.
5) Je nach Verfassung der geborgenen Personen erfolgt der Abtransport zu Fuß oder
mittels Gebirgstrage.
6) Der Retter seilt sich auch aus der Kabine ab.
Nach dem erfolgreichen Abtransport des ersten Passagiers haben wir die Kabine Richtung Talstation gefahren. Dort übten wir dann nochmals verschieden Techniken des Aufstieges was ziemlich kräfteraubend sein kann. Gegen 17:30 Uhr konnten wir die Übung erfolgreich abschliessen.
Oberhalb dem Ortsteil Badmunt im Gebiet "Ruafa" kam es am 20.04.2011 zu einem Flächenbrand. Neben ca. 150 Mann der Ortsfeuerwehren wurde auch unsere Ortsstelle alarmiert.
Unsere Aufgabe war es das Gebiet auszuleuchten sowie beim Materialtransport zu helfen.
So unterstützen wir den Ausbau der ca. 1,5 Kilometer langen Löschleitung.
Von unserer Ortsstelle waren 8 Mann im Einsatz. Der Einsatz dauerte von 21:00 Uhr bis 24:00 Uhr.
Um allen Interessierten das Thema "Verschüttetensuche" näherzubringen veranstalteten wir erstmalig am 18 und 19.12 einen Kurs, der sich mit dem Thema befasste. Am Samstagabend trafen wir uns im Haus des Gastes in St.Gallenkirch zum Theorieteil. Schwerpunkt war der Umgang mit den Geräten und die Suchtechnik.
Am Sonntag boten wir Gelegenheit die Theorie in die Praxis umzusetzen. Im Gelände Unterhalb des Spar Marktes in St.Gallenkirch hatten wir mehrere Stationen aufgebaut.
Dort wurde neben der Suche mit LVS Geräten auch der Umgang mit Lawinensonden geübt.
Für manche Überraschung sorgte eine weitere Station – ein Reichweitentest der verschiedenen LVS Geräte.
Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt – damit blieb nach der Schlussbesprechung noch genügend Kraft für ein gemütliches Beisammensein. Herzlichen Dank an alle Teilnehmer!
An dieser Stelle möchten wir nochmals auf die Initiative „Sichere Gemeinde“ hinweisen. Hier werden auch entsprechende Kurse angeboten: Sichere Gemeinden - Wintersport
Erste Hilfe Kurs der Gebietsstelle (16 + 17.11.2009)
Der Erste Hilfe Kurs der Gebietsstelle Montafon fand auch heuer wieder in St.Gallenkirch und Gortipohl statt. In einem ausgewogenen Mix von Vorträgen und praktischen Übungen wurden die Erste-Hilfe Kenntnisse aufgefrischt.
Am zweiten Abend im Turnsaal Gortipohl bot sich für jeden die Gelegenheit zu Anpacken.
Geübt wurde "Richtiges heben schwerer Lasten (z.Bsp. Akjas)", "Versorgung von unterkühlten Personen"; "Wundversorgung". Des Weiteren informierte das Kriseninterventionsteam über seine Tätigkeiten.
Trotz der rasanten technischen Weiterentwicklungen müssen im Einsatz alle Handgriffe - auch die am Funkgerät - passen.
Um genau diese Handgriffe ging es bei unserer internen Funkübung am 04.November.
Nach einem Vortrag über die technischen Spezifikationen wurde im Gelände praktisch geübt.
Gruppen mit jeweils zwei Personen und einem Funkgerät mussten dort Befehle der Einsatzleitung wiedergeben und an andere Gruppen weiterleiten.
Insgesamt nahmen 12 Personen unserer Ortsstelle teil.
Bergeübung bei der Seilbahn auf den Netza Maisäß (24.10.2009)
Am Samstag den 24.10.2009 übten wir den Ernstfall bei der Materialseilbahn auf den Netza Maisäß.
Die Seilbahn mit einer Gesamtlänge von ca. 800 Metern wurde in den letzten Jahren erneuert und ist nun auch für den Personentransport zugelassen.
In der Transportkiste finden 2 Personen Platz - das Gesamtgewicht incl. Zuladung darf 300 Kilogramm nicht überschreiten. An der höchsten Stelle - über dem Balbierbach - erreicht die Seilbahn ca 100 Meter über Grund.
Übungsannahme war ein Defekt beim Seilbahnantrieb - die Personen saßen in der Transportkiste fest. Für diesen Fall ist vorgesorgt. In der Transportkiste wird ein dünnes Seil mitgeführt. Das Seil wird im Einsatzfall zu den Rettern hinuntergelassen - diese befestigen ein Bergeseil, daß dann wieder hochgezogen und an der Seilbahn befestigt wird.
Der Retter klettert an diesem Bergeseil zur Transportkiste hoch und kann anschließend die Personen abseilen.
Bei der Übung beteiligt waren 10 Kameraden unserer Ortsstelle - die Übung dauerte von 13:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr. Nach einer kurzen Einweisung wurde zuerst in der Nähe der Talstation geübt. Dies um Erfahrung mit dem Transportmittel zu sammeln und die idealen Befestigunspunkte der Seile zu testen. Zum Abschluß wurde die Bergung an einer höheren Stelle geprobt - auch eine Herausforderung. Einerseits anstrengend für den Retter, der zur Transportkiste hochklettert - andererseits auch schwierig für die Personen in der Transportkiste. Durch die Schwingungen des Tragseiles beim hochklettern ist trotz der Berge eine leichte Seekrankheit vorprogrammiert.
Alles in Allem war die Übung ein Erfolg und wird im nächsten Jahr wiederholt werden.
Thomas beim Aufstieg zur Transportkiste
Der erste Passagier wird abgeseilt
Walter probiert einmal eine andere Methode - Anseilpunkt im hinteren Bereich der Transportkiste
Für den technischen Teil unserer Sommerübung hatten wir uns in diesem Jahr ein besonderes Ziel ausgesucht – den Litzner Gletscher. Dazu war Ende Juli ein Wochenende auf der Saarbrückner Hütte reserviert.
Nach einem ausgiebigen Hüttenfrühstück am Samstagmorgen stiegen wir zum Gletscher auf.
Trotz des wechselhaften Wetters mit Nebel und leichtem Schneefall begannen wir gleich mit unserem Übungsprogramm. Nach der Selbstsicherung und einer Einführung zum Gehen im Eis musste nur noch eine geeignete Gletscherspalte gefunden werden.
Daran übten wir den ganzen Tag intensiv die Bergung aus Eisspalten und diverse Seiltechniken.
Für diejenigen die längere Zeit in den Gletscherspalten herumhingen (im wahrsten Sinne des Wortes), war eine kurze Wetterbesserung mit einigen wärmenden Sonnenstrahlen sehr willkommen.
Am späten Nachmittag ging es zurück zur Hütte wo der Tag einen geselligen Abschluss fand.
Am Sonntagmorgen machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein und tiefblauem Himmel auf zu unserer Übungstour. Während sich einige Kameraden für die Besteigung des kleinen Litzners entschieden, machte sich die zweite Gruppe auf den Weg zur Litzner – Seehorn Überschreitung. Zurück bei der Hütte wussten am Nachmittag alle von außerordentlichen Bergerlebnissen zu berichten – ein gelungenes Wochenende.